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Neuer Linux-Wurm ist "gutartig"

17.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein ziemlich interessanter neuer Wurm "attackiert" zurzeit Linux-Server weltweit: "Cheese" ist eigentlich eher ein Patch, der sich selbst weiterverbreitet. Er beseitigt nämlich ein System-Hintertürchen, dass zuvor vom (seit drei Monaten kursierenden) "1i0n"-Wurm erzeugt wurde. Anschließend sucht er im Internet nach weiteren Maschinen, die er heilen könnte. Kevin Houle vom CERT (Computer Emergency Response Team) an der Carnegie Mellon University betrachtet Cheese daher mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Die Idee eines Patch-Wurms ist ja ganz nett, aber keine Lösung", meint der Sicherheitsexperte. "Letztlich tut der Käsewurm das gleiche wie jeder Eindringling - ein System in unerlaubter Weise modifizieren und es anschließend zum Angriff auf andere Server nutzen."