Google-Browser

Neue V8-Technik macht Chrome noch schneller

Thomas Cloer
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Dank technischer Neuerungen in der JavaScript-Engine "V8" soll der Google-Browser Chrome noch schneller werden.

In den aktuellen Beta- und Developer-Channel-Versionen von Chrome ist die verbesserte V8-Version bereits enthalten; final erscheint sie zusammen mit Chrome 19. Die JavaScript-Engine verwendet dann einen neuen Algorithmus, der auf Basis von Zählern entscheidet, welche Funktionen optimiert werden sollen. Davon sollen einem Blogpost des Google-Entwicklers Jakob Kummerow zufolge vor alle kleine JavaScript-Programme profitieren.

Im "SunSpider"-Benchmark, der auf sehr kurz laufende Tests fokussiert, läuft die neue V8-Engine tatsächlich auch bis zu 25 Prozent schneller. Die Open-Source-Engine V8 kompiliert bei der Ausführung von JavaScript zunächst "quick and dirty" in Maschinencode. Zusätzlich gibt es einen zweiten, optimierenden Compiler. Der braucht allerdings länger und wird deswegen nur für ausgewählte Funktionen eingesetzt.

In der Vergangenheit funktionierte das bei kurzen und schnell ausgeführten JavaScript-Programmen eher suboptimal - die waren oft schon durch, bevor der optimierende Compiler überhaupt einsetzen konnte; überdies wurden kleine, aber dennoch perfomance-kritische Funktionen gelegentlich "übersehen". Die neue V8-Version optimiere nun zeitiger und konsistenter, indem sie das laufende Programm detaillierter analysiere, so Kummerow weiter.

Unter anderem erfassen Zähler, wie oft bestimmte JavaScript-Funktionen aufgerufen und Loops ausgeführt werden. "V8 kann so schneller feiner abgestufte Informationen über Performance-Bottlenecks in einem JavaScript-Programm sammeln und auf diese Weise sicherstellen, dass die Arbeit des optimierenden Compilers für die Funktionen verwendet wird, die sie am ehesten verdienen", schreibt der Google-Ingenieur.

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