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Neue Technologien sollen Spam-Flut eindämmen

28.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der E-Mail-Security-Provider MX Logic und der Anbieter von Software und Diensten zur Filterung unerwünschter Nachrichten, Brightmail, haben neue Technologien vorgestellt, mit denen sich die Spam-Flut eindämmen lassen soll. MX Logic bietet einen Filter-Service, der auf so genannten Bayesianischen statistischen Methoden basiert (benannt nach dem englischen Mathematiker Thomas Bayes, der im 18. Jahrhundert ein Verfahren zur Wahrscheinlichkeitsfolgerung entwickelte. Damit lässt sich berechnen, wie oft ein Ereignis noch nicht eingetreten ist, um folgern zu können, ob und wann es künftig auftaucht). Bayesianische Filtermethoden wurden auf einer Fachtagung am MIT (Massachusetts Instiutute of Technology) im Januar heiß diskutiert und gelten als eine Art Wunderwaffe gegen unerwünschte Mails. In

Tests zeigte sich, dass wesentlich weniger reguläre Nachrichten aussortiert wurden als mit herkömmlichen Filtern.

Brightmail verfolgt einen anderen Ansatz. Spam soll auf "Honeypots" genannte falsche E-Mail-Adressen geleitet werden, die für die Versender der Massenmails möglichst attraktiv gestaltet werden. Dadurch bleiben die eigentlich genutzten Postfächer für den normalen Nachrichtenverkehr frei. Die Software "Anti-Spam Enterprise Edition 4.5", die für kommende Woche angekündigt ist, filtert laut Hersteller mit diesem Verfahren 92 Prozent aller unerwünschten Mails. Dabei soll nur eine von einer Million regulären Nachrichten versehentlich unterdrückt werden. (lex)