Wie LG G5

Neue Moto-X-Smartphones sollen modular werden

10.05.2016
Nicht das Metallgehäuse soll das Highlight der nächsten Moto-X-Smartphones werden, sondern die Möglichkeit, die Geräte mit Modulen zu erweitern. Etwas anders als beim LG G5 sollen sich diese magnetisch ans Gehäuse kletten und sinnvolle Erweiterungen, darunter einen Kameragriff mit optischem Zoom, bringen.
Auch die neuen Moto-X-Smartphones sollen mit verschiedenen farbigen Rückseiten aufwarten.
Auch die neuen Moto-X-Smartphones sollen mit verschiedenen farbigen Rückseiten aufwarten.
Foto: Motorola

Bisherigen Gerüchten zufolge hat Motorola derzeit zwei Smartphones in der Mache, die aus Metall gefertigt sind und mit einem physischen Homebutton mit integriertem Fingerabdrucksensor ausgestattet sind. Die größte Neuerung soll laut Venture Beat allerdings nicht das Design, sondern die Erweiterbarkeit über Module sein. Anders als bei LGs Magic-Slot-Mechanismus werden diese über einen 16-Pin-Anschluss magnetisch auf der Rückseite befestigt, der bereits auf Bildern zu erkennen, dessen Funktion aber bislang nicht zuzuordnen war. Damit lassen sich die Module an die zwei Moto-X-Smartphones, die herstellerintern unter den Codenamen "Vertex" und "Vector Thin" geführt werden, schnell und ohne viel Gefummel anbringen und wieder entfernen.

Mindestens sechs Module soll Motorola für den Marktstart der beiden Smartphones vorbereitet haben, die die Smartphones mit Zusatzfunktionen ausstatten, einschließlich einer kostenlos mit dem Gerät verschifften farbigen Rückseite. Weitere "Amps" genannte Module sollen von Motorola selbst und Drittherstellern verkauft werden. Dazu gehören ein Stereo-Lautsprecher, eine Akku-Erweiterung, ein Kameramodul mit Blitzlicht und optischem Zoom, ein kleiner Projektor und ein robustes Cover mit integrierter Weitwinkel-Linse - weitere Module von Drittbietern sollen folgen. Dem Bericht zufolge werden einige der Module so flach daherkommen, dass die herausstehende Kamera der beiden Motorola-Smartphones mit diesen bündig abschließt.

Neue Details zur technischen Ausstattung

Auch zur technischen Ausstattung der beiden Motorola-Smartphones liefert Venture Beat neue Details. Beide Geräte werden dem Bericht zufolge ein 5,5 Zoll großes AMOLED-Display besitzen, sich aber bei der restlichen Hardware voneinander unterscheiden. So wird das Moto "Vector Thin" mit QHD-Display, einem Antrieb aus Snapdragon 820 mit 3 oder 4 GB RAM sowie 32 GB großem internen Speicher und 3.500 mAh großem Akku als Highend-Variante der beiden Smartphones gehandelt. Zudem ist das stärkere Smartphone angeblich mit einer 16-Megapixel-Kamera ausgerüstet, die sowohl auf einen Laser-, als auch einen Phasenerkennungsfokus zurückgreift.

Datenzugriff mobil - aber bitte geschützt - Foto: ArtFamily - shutterstock.com

Datenzugriff mobil - aber bitte geschützt

Im "Vertex" wird hingegen eine Kombination aus HD-Display, Snapdragon 625 mit 2,4-GHz-Taktung und 2.600 mAh großem Akku vermutet. Es soll in zwei Versionen mit entweder 2 GB RAM und 16 GB großem internen Speicher oder 3 GB RAM mit 32 GB Speicher erscheinen. Die 13-Megapixel-Kamera kann zudem nur auf einen Laserfokus zugreifen. Dafür wird es mit einer angeblichen Dicke von nur 5,2 Millimetern etwas dünner als das "Vector Thin" mit 7 Millimetern Dicke.

Wann genau die beiden neuen Motorola-Smartphones das Licht der Öffentlichkeit erblicken ist bislang unklar. Laut Droid Life soll zur Vorstellung die am 9. Juni stattfindende Lenovo Tech World genutzt werden. Möglich ist auch eine Vorstellung am 24. August, das Datum wird auf den Renderbildern der beiden Smartphones angezeigt. Auf dem am 17. Mai stattfindenden Motorola-Event soll nach bisherigen Vermutungen nach das Moto G4 vorgestellt werden.

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