Netzwerk im Blick

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.

Netzwerk-Scanner gibt es viele auf dem Markt. Ein Gratis-Tool mit umfassenden Möglichkeiten ist "Scannet Professional" von Profiler 3D. Es kann unter anderem Freigaben im Netz finden, Arbeitsgruppen überwachen oder freie Ports und die dazugehörenden Protokolle auf Rechnern im Netz ausfindig machen.

Eine Stärke von Scannet ist, dass es die wichtigsten DOS-Befehle für Netzwerke grafisch abbildet. Funktionen wie "Traceroute" oder "Ping" stehen damit auf Mausklick zur Verfügung. Auch die Suche nach Objekten und Ressourcen im LAN gestaltet sich mit dem Werkzeug recht einfach. Dabei können sowohl bestimmte IP-Bereiche als auch die komplette lokale Netzumgebung durchsucht werden. Erfolgt die Suche über den Netzwerk-Scan in einem definierten IP-Segement, informiert die Software den Administrator über offene Ports der einzelnen Hosts und eventuell freigegebene Ressourcen. Ein Scan aller im LAN sichtbaren Objekte dagegen bringt kurze Informationen über den Objekttyp. Scannet ist nicht nur geeignet, um das Netzwerk zu durchsuchen, sondern erlaubt es auch, den lokalen Rechner zu prüfen.

Eine Schwäche von Scannet ist die Geschwindigkeit. Auch in kleineren Netzen dauern Scans mit den Standardeinstellungen lange. Lästige Wartezeiten stören den Arbeitsfluss empfindlich. Daher empfiehlt es sich, Einstellungen bei Timeout- und Hop-Werten vorzunehmen.

Obwohl beim Programmstart darauf hingewiesen wird, dass es sich bei Scannnet Professional um eine Demo-Version handelt, gibt es laut dem Hersteller aktuell keine Vollversion. Die zum Download angebotene Software habe jedoch keinerlei funktionale Einschränkungen. (Jan Schulze)

CW-Fazit: Scannet Professional ist ein sehr umfassendes Werkzeug für Netzwerker. Zudem ist es einfach zu bedienen.