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Netzsparte drückt Nokias Umsatz

10.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der finnische Mobilfunkkonzern Nokia hat heute wie angekündigt zur Quartalsmitte über den Geschäftsverlauf informiert. Die Einnahmen im dritten Quartal sollen demnach ausgehend von den Monaten Juli und August zwischen 7,1 und 7,4 Milliarden Euro und damit 200.000 Euro niedriger als bislang prognostiziert liegen. Schuld sind Probleme der Infrastruktursparte Nokia Networks, die im GSM-Bereich unter der Investitionszurückhaltung der Carrier leidet und deren UMTS-Geschäft gerade erst in Gang kommt.

Im Endgerätemarkt erwartet der finnische Hersteller dagegen ein Plus von vier bis neun Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch der Gewinn soll sich planmäßig oder besser entwickeln. Angesichts der anziehenden Nachfrage äußerte sich Nokia zunehmend zuversichtlich, dass seine frühere Schätzung von insgesamt 400 Millionen - weltweit und von allen Anbietern - verkauften Handys für 2002 erreicht wird.

Geeinigt hat sich Nokia eigenen Angaben zufolge auch mit France Télécom über die Umschuldung der ausstehenden Kundenfinanzierung für Mobilcom. Die Refinanzierung werde eine Abschreibung von rund 300 Millionen Euro in der kommenden Quartalsbilanz nach sich ziehen, teilte das Unternehmen mit. Nokia werde alle weiteren finanziellen Zusicherungen gegenüber Mobilcom zurückziehen und damit seine entsprechenden Vorleistungen um zusätzliche 530 Millionen Euro reduzieren. Die Übereinkünfte hängen allerdings von einer Mobilcom-Gesamtlösung ab, die entweder France Télécom oder einer von deren Töchtern obliegt. (tc)