Services zahlen sich aus

Netzriese Cisco mit Gewinnsprung

12.02.2015
Technik des Netzriesen Cisco schlägt einen großen Teil des weltweiten Datenverkehrs um. Und der Hunger nach schnelleren Leitungen lässt die Kassen des US-Konzerns klingeln. Zudem agiert Cisco verstärkt als Service-Anbieter.

Der Netzausrüster Cisco hat mit einem Gewinnsprung die Erwartungen der Börse übertroffen. Der US-Konzern verdiente im vergangenen Quartal 2,4 Milliarden Dollar. Damit stieg der Gewinn im Jahresvergleich um gut zwei Drittel. Der Umsatz wuchs in dem am 24. Januar abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal um sieben Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar, wie Cisco nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte. Die Aktie legte nachbörslich um fast sieben Prozent zu.

Cisco-Chef John Chambers bei seiner Keynote zur Live 2014
Cisco-Chef John Chambers bei seiner Keynote zur Live 2014
Foto: Cisco

Die Ausrüstung von Cisco kommt in vielen Netzen und Rechenzentren zum Einsatz, die den weltweiten Datenverkehr umschlagen. Der Konzern profitiert vom fortlaufenden Ausbau dieser Infrastruktur, da immer mehr Daten übermittelt werden müssen. Zugleich lässt Konzernchef John Chambers Cisco immer stärker als Dienstleistungs-Anbieter agieren. Der Konzern betreibt eine weltweite Cloud-Infrastruktur und bietet Software-Dienste sowie Sicherheits-Services an. Bei solchen Angeboten sind die Margen zum Teil deutlich höher als bei Hardware. Zudem greifen Sparmaßnahmen wie der im Sommer angekündigte Abbau von 6000 Jobs.

Cisco machte in den vergangenen Jahren zum Teil zu schaffen, dass die Netzbetreiber versuchten, beim Kauf neuer Ausrüstung sparsam zu sein. Große Internet-Konzerne wie Facebook oder Google entwickeln inzwischen zudem einen Teil ihrer Netztechnik selbst.

Chambers will Cisco vom reinen Netzwerk-Spezialisten zu einem IT-Konzern mit Rundum-Service ausbauen und sah nach dem Quartal Fortschritte auf diesem Weg. Er sieht große Geschäftschancen bei der Vernetzung aller möglichen Alltagsgegenstände. "Jedes Nation, jedes Unternehmen, alles wird digitalisiert - und das Netz steht im Mittelpunkt dieses Wandels", sagte er. (dpa/tc)