Ausblick enttäuscht

Netzausrüster Cisco hat gut zu tun

11.11.2010
Netztechnik für Firmen und Internet ist begehrt.
Cisco-Chef John Chambers
Cisco-Chef John Chambers
Foto: Cisco

Der weltgrößte Hersteller Cisco hat in seinem ersten Fiskalquartal (Ende Oktober) seinen Umsatz um 19 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar (umgerechnet 7,8 Milliarden Euro) steigern können. Der Gewinn stieg im Vergleich zum gegengezeichneten Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar.

Konzernchef John Chambers lobte am Mittwoch zwar die "soliden Finanzergebnisse", gleichzeitig sprach er aber von einem "weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld". Ein zurückhaltender Ausblick auf das laufende Quartal versetzte die Anleger in Sorge. Die Aktie verlor nachbörslich satte elf Prozent an Wert.

Cisco stellt Geräte für den Datenverkehr her, sogenannte Router und Switches. Cisco-Technik steckt in den meisten Firmennetzen und sorgt überdies dafür, dass das weltumspannende Internet läuft. Die Zahlen des Konzerns spiegeln damit die Investitionsbereitschaft in verschiedensten Branchen wider.

In der Wirtschaftskrise hatten die Unternehmen ihre IT-Ausgaben drastisch zurückgefahren, deshalb haben sie nun Nachholbedarf. Cisco profitiert davon. Zusätzliches Geschäft kommt durch den Ausbau der Netze, etwa für Videokonferenzen oder Film- und Serien-Downloads. Besonders in den USA sind Online-Videotheken wie Netflix beliebt. (dpa/tc)