Geplante Fusion

Netzagentur gibt Telefonica Deutschland und E-Plusmehr Zeit

22.08.2013
Die Bundesnetzagentur erwartet von den beiden Mobilfunkunternehmen Telefonica Deutschland und E-Plus weitere Details über die geplante Fusion.
Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur
Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur
Foto: Bundesnetzagentur

Dafür habe die Aufsichtsbehörde den Unternehmen jetzt etwas mehr Zeit eingeräumt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf einen Behördensprecher. Anfang August hatte die Netzagentur noch binnen 14 Tagen um Auskunft gebeten. Die beiden Telekomanbieter wollen nach der Übernahme von E-Plus durch Telefonica ihre Netze zusammenlegen. Die Bundesnetzagentur will wissen, welche Frequenzen dafür wie eingesetzt werden sollen.

Durch den E-plus-Deal würde sich der deutsche Mobilfunkmarkt von vier auf drei Anbieter verkleinern. "Dass ein solcher Zusammenschluss erhebliche Folgen für den Wettbewerb hätte und in all seinen Facetten genau geprüft werden muss, liegt auf der Hand", hatte Kartellamt-Chef Andreas Mundt dem Blatt jüngst gesagt.

Und da sich diese Fusion praktisch nur auf den deutschen Markt auswirke, sei auch das Kartellamt für die Prüfung zuständig. "Sollte Telefonica Deutschland den Zusammenschluss mit E-plus anmelden, gehört der Fall aus unserer Sicht eindeutig nach Bonn", sagte Mundt. Dafür spricht seiner Meinung nach schon die enge Zusammenarbeit des Kartellamtes mit der Bundesnetzagentur, welche die möglichen Folgen für die Verteilung der Mobilfunkfrequenzen untersucht. Die wettbewerbsrechtliche Aufsicht in Deutschland wird vom Bonner Kartellamt sowie von der EU-Kommission in Brüssel wahrgenommen. (dpa/tc)