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Nemo-Videos schwemmen Geld in Pixars Kasse

06.08.2004

Steve Jobs' Zweitfirma Pixar Animation Studios hat im zweiten Quartal seinen Gewinn fast verdoppelt. Weiterhin gut laufende Videoverkäufe des letzten Blockbusters "Findet Nemo" führten zu einem 36-prozentigen Umsatzplus. Pixar ist aber weiterhin auf der Suche nach einem neuen Distributionsvertrag. Für das am dritten Juli abgeschlossene Vierteljahr wies Pixar einen Nettogewinn von 37,4 Millionen Dollar oder 63 Cent pro Aktie aus nach 19,5 Millionen Dollar oder 34 Cent je Anteilschein im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die von Thomson First Call befragten Analysten hatten aktuell nur 37 Cent pro Aktie Profit erwartet.

Mit seinem Umsatzwachstum von 48,9 auf 66,3 Millionen Dollar übertraf Pixar gleichfalls die Erwartungen. Laut Chief Financial Officer Simon Bax wurden bereits 40 Millionen Nemo-Videos verkauft, dies war eigentlich erst für Ende des Jahres angepeilt. Pixar teilte weiter mit, es habe dem Spielehersteller THQ die exklusiven Rechte zur Vermarktung von Computerspielen auf Basis vier neuer Animationsstreifen ab 2006 erteilt.

Pixar hat bislang noch keinen Distributionspartner für seine Filme gefunden. Der bisherige Vertrag mit Walt Disney läuft aus, wahrscheinlich im kommenden Jahr. Ausgebremst wurden die Verhandlungen mit anderen Studios offenbar auch durch Steve Jobs' Krebsoperation (Computerwoche.de berichtete). Im September will der Apple- und Pixar-Chef wieder zurück im Geschäft sein.

Für das laufende dritte Quartal erwartet Pixar einen Gewinn um 20 Cent je Anteilschein. Am 5. November kommt der nächste Pixar-Streich "The Incredibles" in die US-amerikanischen Kinos. Der Trailer (benötigt Quicktime) gibt bereits einen interessanten Vorgeschmack. Vom Erfolg dieses Films werden die Ergebnisse des vierten Quartals maßgeblich abhängen, weswegen Pixar dafür noch keine Prognose abgab. (tc)