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Nearshore statt Offshore

09.08.2004

Immer mehr EU-Unternehmen mit Outsourcing-Plänen entdecken die Vorzüge osteuropäischer und nordafrikanischer Länder. Zu diesem Schluss kommt das Marktforschungshaus Datamonitor in einer aktuellen Studie. Das klassische Offshore-Outsourcing, sprich die Verlagerung von Arbeitsplätzen in weit entfernte Länder wie Indien, verliere gegenüber Nearshore-Projekten an Bedeutung. So steige die Anzahl von Call-Center-Stellen, die in Länder wie Tschechien, Polen, Ungarn oder auch Marokko transferiert werden, nach Schätzungen der Analysten von 4400 im Jahr 2003 auf 13.700 im Jahr 2008. Für die näher gelegenen Regionen sprächen unter anderem die gut ausgebildeten Arbeitskräfte und deren Sprachkenntnisse. Allerdings dürfte Indien auf absehbare die Zeit die dominierende Region für Offshore-Outsourcing bleiben. Allein in der indischen Boomtown Bangalore etwa sind derzeit rund 60.000 Personen in Offshore-Call-Centern beschäftigt. (wh)