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Nasdaq lockert Delisting-Regeln

28.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Nasdaq hat gestern in Hinblick auf die massiven Kurseinbrüche in Folge der Terroranschläge vom 11. September ihre Pennystock-Regelung bis Anfang nächsten Jahres ausgesetzt. Die Lockerung soll den Firmen eine Chance geben, sich an die außergewöhnliche Marktsituation anzupassen. Rund 670 an der Börse notierte Unternehmen, das sind rund 15 Prozent aller Teilnehmer, liegen derzeit unter der kritischen Ein-Dollar-Marke.

Bislang benachrichtigte die Nasdaq eine Firma, wenn deren Aktie an 30 Handelstagen unter der kritischen Schwelle notierte. Schaffte es das Papier anschließend nicht, an mindestens zehn der folgenden 90 Handelstagen die magische Grenze wieder zu überschreiten, wurde die Aktie ausgeschlossen. Zusätzlich müssen Nasdaq-notierte Firmen eine Marktkapitalisierung von mindestens fünf Millionen Dollar aufweisen. Die US-Technologiebörse will auch diese Regelung zunächst außer Kraft setzen. Die Nasdaq machte allerdings bereits in der Vergangenheit individuelle Ausnahmen. So dümpelt etwa die Aktie von Messagemedia, einem Anbieter von Messaging-Lösungen, bereits seit dem 22. Januar dieses Jahres unter der kritischen Ein-Dollar-Marke, der aktuelle Kurs lag gestern bei 17 Cents.