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Nach Gewinnanstieg: Nemetschek plant Sonderausschüttung

13.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Bausoftware-Spezialist Nemetschek hat seinen Gewinn im ersten Quartal 2005 trotz rückläufiger Umsätze deutlich erhöht. Wie das Münchner Unternehmen bekannt gab, verdoppelte sich das Betriebsergebnis (Ebit) gegenüber dem Vorjahresquartal auf zwei Millionen Euro. Netto erzielte Nemetschek einen Überschuss von 1,5 Millionen Euro nach nur 500.000 Euro im Vergleichszeitraum 2004. Die CAD-Software und Beratung spezialisierte Firma profitierte dabei nicht unerheblich vom Wegfall der Firmenwertabschreibung nach IFRS 3, die das Vorjahresergebnis mit 800.000 Euro belastet hatte. Außerdem stieg das Finanzergebnis im Jahresvergleich um rund 100.000 Euro.

Weniger gut sieht es auf der Umsatzseite aus: Wie das Unternehmen bekannt gab, sind zwar die fakturierten, aber noch nicht realisierten Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent gestiegen; die tatsächlich verbuchten Erlöse gingen dagegen um 800.000 auf 22,2 Millionen Euro zurück. Davon entfielen 11,6 Millionen Euro oder 52 Prozent auf das Ausland. Hierzulande wurden 10,6 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.

Wegen des "insgesamt positiven Quartalverlaufs" und der seit Jahresbeginn um 4,4 Millionen auf 43,6 Millionen Euro gestiegenen liquiden Mittel wollen Vorstand und Aufsichtsrat zusätzlich zur Basisdividende von 50 Cent eine Sonderausschüttung von 1,50 Euro je Aktie vornehmen. Davon profitiert in erster Linie die Familie Nemetschek, die 69,1 Prozent der Anteile hält. (mb)