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Musikindustrie setzt File-Sharing-Nutzern weiter zu

07.10.2004

Nach Angaben der International Federation of the Phonographic Industry (IPFI) wurden in sechs europäischen Ländern in hunderten von Fällen Rechtsschritte gegen Nutzer von Internet-Tauschbörsen eingelegt, die urheberrechtlich geschützte Musikdateien verbreitet haben. Die heute begonnenen Aktionen eingerechnet, beläuft sich die Anzahl der eingeleiteten Verfahren in Europa auf 650. Weltweit wurden bislang etwa 3000 Verfahren eingeleitet. Im März wurden 80 solcher Verfahren in Dänemark und Deutschland mit Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 13.000 Euro beendet.

Die Musikindustrie behauptet, durch Internet-Tauschbörsen wie Kazaa erhebliche Umsatzeinbußen zu erleiden. So sei der Verkauf mit Audio-Tonträgern in der ersten Jahreshälfte 2004 um 2,7 Prozent zurückgegangen. Dagegen verzeichnete der Absatz von Musikvideos ein Wachstum von über 20 Prozent, vornehmlich durch DVDs. Insgesamt setzte die Branche 1,7 Prozent mehr Einheiten (Musik-CDs und Musikvideos) ab als im Vorjahreszeitraum. Trotz der gestiegenen Stückzahlen sank der Branchenumsatz leicht von 14,1 Milliarden Dollar auf 13,9 Milliarden Dollar. (fn)