Musik-Editor im Test: Sound Forge Audio Studio 9

Dirk Bongardt, Jahrgang 1968, arbeitet seit der Jahrtausendwende als freier Journalist für eine große Bandbreite an Publikationen, sowohl online als auch gedruckt. Sein thematischer Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Informationen rund um Gegenwarts- und Zukunftstechnologien, vorwiegend in den Bereichen Mobile und IT. Das Smartphone ist sein steter Begleiter, die digitale Fotografie – übrigens bis heute vorzugsweise mit einer \u201Erichtigen\u201C Kamera – seine Leidenschaft. In Lehrgängen für angehende Online-Redakteure vermittelt er zudem online-journalistische Basics von der Facebook-Recherche bis zum crossmedialen Publizieren.
Sound Forge Audio Studio 9 ist ein professioneller Sound-Editor, mit dem man Musik aufnehmen aus unterschiedlichen Quellen aufnehmen und mit Effekten bearbeiten kann.

Sound Forge Audio Studio 9 ist ein Werkzeug zur Aufzeichnung und Bearbeitung von Sound, das zudem grundlegende Mischfunktionen bietet. Vor den ersten eigenen Experimenten stand ein Blick in die Tutorials. In anschaulichen Animationen wird darin die Bedienung der Software erklärt – für uns eine spürbare Erleichterung bei der Einarbeitung.

Musiker können Gesang und Instrumentierung über den Audio-Eingang der Soundkarte aufzeichnen, wir haben uns im Test mit dem Anschluss eines Plattenspielers begnügt. Sound Forge importiert Sound aus externen Quellen. Unterstützt werden MP3 und andere Audio- sowie einige Video-Formate. Das Flash-Videoformat FLV ist leider nicht dabei.

Für die importierten Sounds bietet die Software eine Reihe von Optimierungs-
möglichkeiten. Interessant vor allem für die Aufzeichnung von Vinyl-Schallplatten - Kratzen und Knacken konnten wir hörbar verringern. Außerdem bringt die Software eine große Auswahl an Effekten mit. Sie können einer Aufnahme beispielsweise den Klang einer großen Konzerthalle verleihen, die Wiedergabe beschleunigen ohne die Tonhöhe zu verändern oder sanftes Ein- und Ausblenden zu Beginn und Ende des Musikstücks ermöglichen. Alle Effekte bieten eine akustische Vorschau. Über eine VST-Schnittstelle (Virtual Studio Technology, eine von Steinberg entwickelte offene Schnittstelle für Audio-Software) lässt sich die Effektpalette beliebig erweitern.

Riesig ist auch die Palette der Ausgabeformate: MP3, Ogg Vorbis und WMA, Intervoice, Vox oder Attrac nicht. Vermisst haben wir nur das AAC-Format, auf das manche Audio-Profis nur ungern verzichten. Parameter wie Bitrate, Sampling-Qualität und Stereo-Effekt konnten wir bei der Ausgabe detailliert einstellen, bei MP3-Dateien auch die ID3-Tags. Winziger Wermutstropfen: Die ID3-Tags importierter MP3-Dateien müssen beim Speichern erneut von Hand eingetragen werden.

Fazit: Sound Forge Audio Studio 9 ist ein professionelles Programm, das eine Vielzahl von Ausgabeformaten unterstützt. Tutorials erleichtern den Einstieg.

Alternative: Der Open Source-Audio-Editor Audacity (www.audacity.de) bietet kostenlos durchaus vergleichbare Möglichkeiten.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 2,0
Dokumentation (5%): Note 1,5
Installation/De-Installation (5%): Note 2,0
Systemanforderungen (5%): Note 2,0

GESAMTNOTE: 1,7

Anbieter:

Sony

Weblink:

www.sonycreativesoftware.com

Preis:

50 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 80 MB