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Motorola und AMD-President begraben das Kriegsbeil

02.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das US-Unternehmen Motorola hat seine Klage gegen AMDs President und Chief Operating Officer (COO) Hector de Ruiz fallen lassen. Im Gegenzug legte auch Ruiz seine Gegenklage auf Eis, bestätigte AMD-Sprecher John Greenagel am vergangenen Freitag. Nähere Einzelheiten zu der außergerichtlichen Einigung wollten die beiden Parteien nicht nennen.

Nicht Ruiz´ Rücktritt bei Motorola erzürnte den Elektronikkonzern aus Schaumburg, Illinois, sondern die Tatsache, dass dem jetzigen AMD-President weitere Motorola-Mitarbeiter zu seinem neuen Arbeitgeber folgten. Die Ernennung von Ex-Motorola-Manager Robert Rivet zum Finanzchef von AMD im September 2000 brachte das Fass in Schaumburg zum Überlaufen: Motorola reichte Klage gegen Ruiz ein. In seinem Ausscheidungsvertrag mit Motorola war vereinbart worden, dass Ruiz keine Mitarbeiter zu künftigen Arbeitgebern lotsen werde. Im Gegenzug hatte der jetzige AMD-President eine saftige Abfindungssumme in sechsstelliger Höhe erhalten (Computerwoche online berichtete).