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Motorola steigert Quartalsgewinn deutlich

21.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Motorola hat seinen Gewinn im Schlussquartal 2003 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu verdreifacht. Wie der zweitgrößte Hersteller von Mobiltelefonen nach Nokia bekannt gab, kletterte der Nettoüberschuss binnen Jahresfrist von 174 Millionen auf 489 Millionen Dollar oder 20 (acht) Cent pro Aktie. Der Profit vor Sonderaufwendungen stieg von 291 Millionen auf 409 Millionen oder 17 (13) Cent je Anteil. Die Einnahmen erhöhten sich um 4,2 Prozent von 7,7 Milliarden auf 8,02 Milliarden Dollar. Das Unternehmen aus Schaumburg, Illinois, übertraf mit diesen Zahlen die Durchschnittsprognose der Analysten und seine eigenen Vorgaben. Im Oktober hatte Motorola lediglich Einnahmen von 7,5 bis 7,8 Milliarden Dollar und einen Profit zwischen acht und zwölf Cent pro Aktie in Aussicht gestellt.

Während der Konzern in allen anderen Bereichen seinen Umsatz im Jahresvergleich steigerte, schrumpften die Erlöse der Handy-Sparte um drei Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar, der operative Profit des größten Geschäftsbereich ging von 294 Millionen auf 127 Millionen Dollar zurück. Als Grund für das schwache Abschneiden nannte Motorola Verzögerungen bei der Einführung neuer Produkte. Der neue CEO Ed Zander ist jedoch zuversichtlich, dass seine Company die verlorengegangene Marktanteile schnell zurückerobern wird.

In der Halbleitersparte, die der Konzern noch im Laufe dieses Jahres ausgliedern und an die Börse bringen will, wurde ein Umsatzzuwachs um zwei Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar erzielt. Gleichzeitig stieg dort der Betriebsgewinn von 18 Millionen auf 25 Millionen Dollar. Die Einnahmen im Segment Mobilfunkausrüstung legten dank anziehender Nachfrage gegenüber dem Vorjahresquartal um elf Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar zu. Damit gelang es der Sparte, das operative Ergebnis von minus 22 Millionen Dollar auf plus 138 Millionen Dollar zu verbessern.

Im Gesamtjahr 2003 schrieb Motorola einen Nettogewinn von 893 Millionen Dollar, verglichen mit einem Defizit von 2,48 Milliarden im Vorjahr. Die Einnahmen gingen von 27,28 Milliarden auf 27,06 Milliarden Dollar zurück.

Für das laufende erste Quartal stellt der Konzern einen Profit zwischen fünf und sechs Cent pro Aktie in Aussicht. Die Einnahmen in dem traditionell schwachen Dreimonatszeitraum sollen im Bereich von 6,4 bis 6,8 Milliarden Dollar liegen. Gleichzeitig geht das Management davon aus, dass die Erlöse der Handy-Sparte um 20 bis 25 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum ausfallen werden. (mb)