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Mobilcom schreibt Quartalsgewinn

14.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Früher als ursprünglich geplant ist der Mobilfunkanbieter Mobilcom AG im ersten Quartal 2003 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrieb das norddeutsche Unternehmen ein leichtes Plus von 100.000 Euro, nachdem im vorangegangenen Schlussquartal 2002 noch ein Betriebsverlust von 70,7 Millionen Euro aufgetreten war. Unter dem Strich erzielten die Norddeutschen einen Nettoprofit von 500.000 Euro verglichen mit einem Defizit von knapp 289 Millionen Euro im vierten Quartal 2002. Der Umsatz ging im sequenziellen Vergleich von knapp 500 Millionen auf 452,9 Millionen Euro zurück, parallel sank die Zahl der Mobilfunkkunden von 4,8 Millionen auf 4,5 Millionen. Dank der Übernahme der UMTS-Schulden durch den ehemaligen Kooperationspartner France Télécom wies Mobilcom Ende März ein Nettovermögen von 48,9 Millionen Euro auf, während das Unternehmen zum

Jahreswechsel 2002/2003 noch von Verbindlichkeiten in Höhe von knapp sieben Milliarden Euro belastet worden war

Nach dem Scheitern des UMTS-Abenteuers - die 3723 UMTS-Standorte samt Hardware und Sendeanalagen wurden für 20 Millionen Euro an E-Plus vekauft - wollen sich die Büdelsdorfer nun wieder auf ihr ursprüngliches Geschäft, dem Wiederverkauf von Mobilfunkverträgen, konzentrieren. Während Mobilcom für diese Sparte im Schlussquartal 2004 vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) noch einen Verlust von 32,6 Millionen Euro aufwies, konnte das Minus nun auf 5,2 Millionen Euro gesenkt werden. Die zum 1. April an die Tochtergesellschaft Freenet.de verkaufte Festnetzsparte steigerte ihren EBITDA-Gewinn von 17,2 Millionen auf 24 Millionen Euro. Ursprünglich war Mobilcom davon ausgegangen, im ersten Halbjahr im operativen Geschäft schwarze Zahlen zu schreiben und im Gesamtjahr einen Gewinn auszuweisen. (mb)