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Mit interaktivem Projektor zusammenarbeiten

20.06.2007
Kindermann hat einen herkömmlichen Projektor zum Kollaborationswerkzeug umgestaltet, das die Anschaffung einer interaktiven Präsentationsfläche überflüssig macht.

Eine der Pflichten des Journalisten lautet: Langweile den Leser nicht. Das gilt auch für denjenigen, der präsentiert: Endlose Powerpoint-Shows sorgen nicht selten dafür, dass das Publikum sanft entschlummert. Kindermann, Hersteller von Projektoren und technischen Einrichtungen für Konferenz- und Schulungsräume, ist angetreten, auf einfache Art interaktives Präsentieren zu ermöglichen.

Kernstück der Lösung ist der XGA-Datenprojektor "KX2900 active", der zusammen mit einem Teleskop-Zeigestab und einem Infrarot-Schreibstift herkömmliche Präsentationen aufwertet. Der Zeigestab dient auch als drahtlose Maus und steuert den Vortrag an der Projektionswand wie die Maus am PC. Gilt es etwas hervorzuheben, können mit Zeigestab oder Schreibstift direkt im projektierten Bild Anmerkungen oder Hervorhebungen gezeichnet werden. Möglich ist dies dadurch, dass Kindermann dem Projektor eine VGA-Kamera eingebaut hat, während Zeigestab und Schreibstift mit Infrarotsendern ausgestattet sind: Die Kamera erfasst die Bewegungen des Eingabegeräts (Zeigestab oder Schreibstift) und ermittelt daraus die Position des Mauszeigers, der die Spitze des Eingabegeräts darstellt. Der Anwender kann am Eingabegerät Mausklicks erzeugen, die über das Infrarotsignal an den angeschlossenen PC übertragen werden. Damit lassen sich geänderte und bearbeitete Inhalte auch speichern und bei Bedarf an die Teilnehmen per E-Mail oder Papierausdruck weitergeben.

Das System ist relativ anspruchslos: Ein Notebook mit USB-Anschluss (2.0) und eine weiße Wand reichen schon aus, eine spezielle Projektionsleinwand ist nicht vonnöten. Der auf der CeBIT ausgezeichnete Kindermann-Projektor bietet eine XGA-Auflösung von 1024 mal 768 Pixel und eine Helligkeit von 2600 Lumen bei einem Kontrastverhältnis von 500 zu 1. Er arbeitet auch bei normalem Tageslicht. Der Hersteller verlangt für die interaktive Präsentationslösung, die nur über den Fachhandel zu haben ist, zirka 1.800 Euro. (kk)