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MIS AG plant Entlassungen

13.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Darmstädter Softwareschmiede MIS AG verzeichnete in ihrem ersten Geschäftsquartal 2001 (Ende: 31. März) einen deutlichen Umsatzrückgang und will daher ihre Kosten durch Entlassungen weiter senken. Wie viele der in der Konzerngruppe beschäftigten 576 Angestellten von den Maßnahmen betroffen sein werden, sagte der Business-Intelligence-Spezialist nicht. Eine Unternehmenssprecherin erklärte gegenüber der COMPUTERWOCHE, in dieser Woche würden erste Gespräche geführt. Mit näheren Details sei innerhalb der kommenden ein bis zwei Wochen zu rechnen. Auf jeden Fall dürften sich laut Firmenzentrale vor allem die Mitarbeiter in Deutschland auf Entlassungen einstellen, da gerade das heimische Geschäft im abgelaufenen Quartal unter den schleppenden IT-Investitionen der Unternehmen litt.

Die MIS AG weist für das erste Geschäftsquartal einen Umsatz von 10,7 Millionen Euro aus und liegt damit um 31 Prozent unter den vor einem Jahr erzielten Einnahmen. Der Produktumsatz brach gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von sechs auf 3,7 Millionen Euro ein. Die Erlöse im Bereich Services fielen um 27 Prozent auf sieben Millionen Euro. Der Nettoverlust des Unternehmens beläuft sich auf 3,6 Millionen Euro oder 1,06 Euro je Aktie. Im ersten Geschäftsquartal des Vorjahres betrug das Defizit 2,5 Millionen Euro oder 0,75 Euro pro Anteilschein.

Die Anleger hatten offenbar bessere Nachrichten erwartet: Das MIS-Papier sank am heutigen Montagnachmittag um 12,3 Prozent auf 3,20 Euro (Stand: 13:40 Uhr). (ka)