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Migration auf Peoplesoft 8 macht Usern zu schaffen

05.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf Peoplesofts diesjähriger US-User-Konferenz "Connect 2001", die in der vergangenen Woche stattfand, musste sich die Softwareschmiede von den Anwendern ihrer neuen E-Business-Suite "8" einige Kritik gefallen lassen. Die User klagten vor allem über den mangelhaften Service und Support bei Upgrades oder der Implementierung der neuen Software. Es stünden nicht genügend qualifizierte Kräfte in diesem Bereich zur Verfügung, so dass es zu massiven Engpässen in der Betreuung komme, hieß es. Aufgrund der reinen Internet-Architektur von Peoplesoft 8 müssten viele Unternehmen zudem mit einem beträchtlichen Schulungsaufwand für ihre Mitarbeiter rechnen. Auch auf der Hardwareseite stünden den Anwendern vielfach zusätzliche Investitionen ins Haus, wenn sie auf das neue Release umstiegen. Da das Vorgängerprodukt Client-Server-basiert war, müssten die User nun

vielfach ihre bestehenden Server-Infrastrukturen daraufhin überprüfen, ob sie die Kapazität durch Anschaffung zusätzlicher Web-Server erhöhen müssten.

Peoplesoft wies die Vorwürfe zurück. Von den etwa 200 Kunden, die das Upgrade bisher installiert hätten, seien keine größeren Beschwerden bekannt. Das Unternehmen bietet darüber hinaus spezielle Service-Pakete an, die Anwendern eine schnelle Implementierung ermöglichen sollen.