Software as a Service

Mietsoftware wird durch Krise nicht interessanter

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Mittelständische Anbieter springen nach wie vor zögerlich auf den SaaS-Zug auf. Auch die Anwender zeigen kein gesteigertes Interesse.

SaaS (Software as a Service) ist für die meisten mittelständischen Anbieter wenig relevant. Dies ergab eine repräsentative Umfrage von Softguide unter 5300 Sortwarefirmen im deutschsprachigen Raum. Demnach stellen bislang rund 30 Prozent der Befragten ihre Lösungen zur Nutzung übers Internet zur Verfügung. Und fast 60 Prozent von ihnen sind mit dem Geschäftsmodell auch zufrieden. Allerdings haben nur sieben Prozent der Firmen, die bislang keine SaaS-Lösungen anbieten, dies in der nahen Zukunft vor. Im Vorjahr waren es fünf Prozent. Rund 46 Prozent (Vorjahr: 49 Prozent) planen dagegen kein Mietsoftwareangebot für das kommende Jahr. "Die Akzeptanz von SaaS-Anwendungen hat sich gegenüber zwar leicht verbessert. Aber in Krisenzeiten setzen die mittelständischen Softwarehäuser wohl eher auf ihre bewährten Business-Modelle", kommentiert Uwe Annuß, Gründer und Geschäftsführer von SoftGuide.

Auch seitens der Anwender hält sich die Nachfrage nach SaaS in Grenzen. "Die Anfragen sind seit Anfang 2008 nahezu konstant", beobachtet Annuß. Sein Fazit: "Cloud Computing und SaaS bleiben Trendthemen in der Fachpresse." Es werde noch dauern, bis Web-basierende Lösungen von allen Marktteilnehmern.akzeptiert seien.

Der SoftGuide Softwareführer ist eine unabhängige Datenbank für B2B-Software im deutschsprachigen Raum. Derzeit umfasst sie mehr als 13.000 Lösungen aus den Bereichen Branchen-Software, betriebliche Anwendungen und Standardprodukte.