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Wettkampf der Suchmaschinen

Microsofts Bing sucht jetzt auch Twitter ab

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Microsoft hat seiner Suchmaschine Bing beigebracht, aktuellere Twitter-Posts zu durchsuchen. Das Feature soll nun ausgeweitet werden.

Seit gestern kann Microsofts neue Suchmaschine Bing Twitter-Posts in seine Ergebnisse aufnehmen. Derzeit werden die Kurznachrichten von "einigen tausend Menschen" indexiert. Die Auswahl erfolgte in erster Linie anhand der Zahl der Follower und ihrer Tweet-Frequenz, heißt es in einem Microsoft-Blog. Dabei sieht es nicht so aus, als würden die beiden Unternehmen offiziell zusammenarbeiten. Statt dessen greift Microsoft auf die öffentliche API von Twitter zu.

Mit der zurzeit arg limitierten Funktion hat Microsoft im Wettbewerb der Suchmaschinen vorgelegt. Wettbewerber verweisen in ihren Ergebnissen wenn überhaupt auf die Twitter-Seite eines Nutzers und fördern lediglich ältere Posts zutage. Seitens Microsoft hieß es, das Feature solle nun schrittweise ausgerollt werden. Aktuelle Zahlen von StatCounter zeigen, dass der Marktanteil von Bing im Juni in den USA um einen Prozentpunkt gestiegen ist. Allerdings hängt die Microsoft-Suche immer noch weit hinter den Konkurrenten Yahoo und Google zurück.