Xbox Elite wird billiger

Microsoft zieht im Preiskampf mit Sony nach

27.08.2009
Neue Runde im Preiskampf bei den Spielekonsolen: Der weltgrößte Software-Konzern Microsoft macht es Konkurrent Sony nach und senkt den Preis für sein Spitzenmodell der "Xbox 360".
Kostet jetzt nur noch 300 statt 400 Dollar: Die Xbox 360 Elite von Microsoft.
Kostet jetzt nur noch 300 statt 400 Dollar: Die Xbox 360 Elite von Microsoft.

Von Freitag an reduziere Microsoft den empfohlenen Verkaufspreis für die "Elite"-Version mit 120-Gigabyte-Festplatte um 100 Dollar auf 300 Dollar, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Redmond mit. In Deutschland sinkt der Elite-Preis von 300 auf 250 Euro. Sony hatte in der vergangenen Woche im Vorfeld der Kölner Computerspiele-Messe Gamescom eine kleinere und sparsamere "Slim"-Version der "Playstation 3" (PS3) für 300 Euro angekündigt. Auch dieses Gerät enthält eine 120-GB-Festplatte. Der Preis für das reguläre Modell fällt von 400 auf 300 Euro.

Mit dem Preisabschlag für das Spitzenmodell der Xbox reduziert Microsoft auch den Preis für das "Pro"-Modell mit einer kleineren Festplatte auf 250 Dollar. Diese Variante soll aber auslaufen. Die günstigste Version der Konsole ist in den USA weiterhin für 200 Dollar zu haben. Hierzulande wird das "Arcade"-Modell aber 20 Euro teuer. Microsoft begründete dies gegenüber unseren Kollegen der "GamePro" mit "Wechselkursschwankungen sowie Veränderungen der lokalen Marktbedingungen".

Nintendo ("Wii"), Microsoft und Sony dominieren den Markt für Spielekonsolen. Spielehersteller hatten wiederholt besonders den hohen Preis der Playstation 3 kritisiert (die allerdings als einzige Konsole einen Blu-ray-Player enthält). Von einem niedrigeren Preis erhoffen sie sich bessere Verkäufe ihrer Spiele.

Gewinnträchtig ist im Konsolengeschäft vor allem der Verkauf von Software. Bei der Hardware zahlen die Produzenten gerade zum Start eines Produkts häufig drauf. Erst jüngst hatte der President von Sony Computer Entertainment in einem Interview gesagt, Sony rechne trotz der Preissenkung weiterhin mit hohen Verlusten im Hardwaregeschäft. (dpa/tc)