Bußgeld

Microsoft zahlt neun Millionen Euro in deutschem Kartellverfahren

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Microsoft Deutschland hat ein deutsches Kartellverfahren aus dem Jahr 2008 durch Zahlung eines Millionen-Bußgeldes beigelegt.

In Ermittlungen gegen Microsoft Deutschland war das Bundeskartellamt zuvor zu dem Schluss gekommen, Microsoft habe sich in zwei Fällen mit einem Wiederverkäufer über den Preis für bestimmte Office-Pakete verständigt. Microsoft erklärte, es habe im Rahmen des Verfahrens vollumfänglich mit der Behörde kooperiert. Man teile die Auffassung des Bundeskartellamts nicht, habe aber zugleich entschieden, einen lang andauernden Rechtsstreit durch die Zahlung eines Bußgeldes zu vermeiden.

Microsoft habe daher das Bußgeld in Höhe von neun Millionen Euro akzeptiert. "Wir respektieren das Wettbewerbsrecht und wollen unser Geschäft in vollständiger Übereinstimmung mit allen rechtlichen Regeln betreiben", kommentiert Severin Löffler, Leiter Recht und Politik sowie Mitglied der deutschen Microsoft-Geschäftsleitung.

Auch das Bundeskartellamt ist laut Microsoft der Auffassung, es habe sich in dem inkriminierten Fall um Kontakte mit einem einzigen Einzelhändler im Herbst 2008 und nicht um eine andauernde Geschäftspraxis gehandelt. "Wir haben diesen Fall zum Anlass genommen, um unsere internen Prozesse zu überprüfen und sicherzustellen, dass wir den Gesetzen vollständig entsprechen", so Löffler weiter.