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Microsoft will Office mit Server-Anwendungen enger integrieren

05.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft will künftig "Office"-Anwendungen enger mit Server-Applikationen verzahnen. Dadurch sollen Anwender dazu bewegt werden, auf die kommende Version 12 des Büropakets aufzurüsten, sagen Marktbeobachter.

Neben einer verbesserten Integration von Word und Excel werden auch mehr Varianten der Office-Suite als bisher für spezielle Einsatzbereiche geschnürt, heißt es bei Microsoft. Zudem werde die Nutzung von XML (Extensible Markup Language) für Dateiformate ausgebaut.

Erste Verknüpfungen zwischen Office und Server gibt es bereits in der aktuellen Version des Büropakets Office 2003. Dort greift die Komponente "Infopath" auf Server-Komponenten zurück, um Anwendern der Austausch digitaler Formulare austauschen zu ermöglichen. Außerdem können Office-2003-Dokumente über den Sharepoint Portal-Server zur Verfügung gestellt werden.

Durch die engere Integration mit Server-Anwendungen will Microsoft Anwender dazu bewegen auf die neue Office-Version aufzurüsten, sagte Paul DeGroot, Analyst bei Directions on Microsoft. Durch Funktionserweiterungen innerhalb der Office-Anwendungen habe Microsoft bereits seit längerem nicht zum Upgrade locken können - nicht zuletzt, weil diese für Anwender nicht als Verbesserungen wahrgenommen wurden, so DeGroot.

Nach Meinung des Analysten kann Microsoft mit der Verknüpfung zwischen Desktop- und Server-Software auch die Verkäufe bislang wenig genutzter Server wie die des Live Communications Server ankurbeln. Ferner sei denkbar, dass der Hersteller Office-zentrierte Umgebungen als Alternative zu Browser-basierender Client-Software entwickelt.

Office 12 lässt allerdings noch auf sich warten. So ist die Veröffentlichung einer ersten Betaversion für August 2005 geplant. Das Final Release soll Mitte 2006 erscheinen. (lex)

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