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Microsoft wehrt weitere Sammelklagen ab

29.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat in sechs US-Staaten Angriffe durch Sammelklagen mit einem Vergleich abgewehrt. Insgesamt sind damit nun zehn Sammelklagen beigelegt, heißt es in Redmond. Rund 200 Millionen Dollar musste der Sftwareriese aufbringen, um Kartellstreitigkeiten in Kansas, North Carolina, North Dakota, South Dakota, Tennessee und im District of Columbia zu beenden. Für insgesamt zehn Vergleiche legte Microsoft bislang 1,55 Milliarden Dollar auf den Tisch, wobei das meiste Geld nach Kalifornien ging - 1,1 Milliarden Dollar.

In Kansas bekommen die Kläger Gutscheine im Wert von 32 Millionen Dollar, im District of Columbia von 6,2 Millionen Dollar. Sie können gegen Hardware oder Software beliebiger Hersteller eingelöst werden. Die Hälfte des Wertes nicht eingelöster Bons wird in die Anschaffung von Computer-Ausstattung für Schulen investiert. In den anderen vier Staaten haben die Richter einem Vergleichsvorschlag noch nicht zugestimmt.

Brad Smith, Chefsyndikus bei Microsoft, sagte, dass einige wichtige Verfahren noch nicht beendet sind. Dazu zählen unter anderem Streitigkeiten mit Sun Microsystems und Burst.com. Abzuwarten bleibe außerdem das Ergebnis der durch die Europäische Union eingeleiteten Untersuchungen. Auch in den US-Staaten Arizona, Iowa, Minnesota, New Mexico und Wisconsin laufen noch Kartellverfahren. (lex)