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Microsoft und Fraunhofer kooperieren bei E-Government

04.10.2004

Am vergangenen Freitag kündigten Microsoft und das Berliner Fraunhofer-Institut FOKUS eine Kooperation an. In deren Rahmen wird FOKUS in seinem neu eingerichteten E-Government-Labor die Software von Microsoft - und hier insbesondere das neue "E-Government Starter Kit 2.0" - auf Interoperabilität mit anderen Produkten sowohl von kommerziellen Anbietern wie auch aus dem Open-Source-Umfeld testen.

Beide Partner betonten die Notwendigkeit eines reibungslosen und herstellerunabhängigen Austauschs von Daten und Dokumenten als Grundvoraussetzung elektronischer Verwaltungsprozesse. Microsoft erklärte, es wolle unter anderem aufzeigen, dass seine Web-Services-Architektur .NET bestens mit dem konkurrierenden J2EE-Lager (Java 2 Enterprise Edition) klar kommt, und betonte einmal mehr die Öffnung seiner früher rein proprietären Office-Suite durch dessen neue XML-Fähigkeiten (Extensible Markup Language).

Die Ergebnisse der Evaluierung wollen die Fraunhofer-Forscher Entscheidern und Experten der Öffentlichen Hände in Form von Dokumentationen und im Rahmen von anwenderorientierten Workshops zugänglich machen. Erste Resultate sollen Ende des Jahres vorliegen.

In einer Q&A-Runde im Anschluss an die Pressekonferenz wurde deutlich, dass eine flächendeckende Einführung von E-Government in Deutschland noch reichlich Zukunftsmusik ist - beispielsweise mangelt es an einem zentralen Repository für die benötigten XML-Austauschstandards. Ein Hemmschuh für mehr Effizienz durch IT in Behörden sind aber auch die dort tätigen Beamten - wer rationalisiert sich schon gern selbst weg... (tc)