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Microsoft testet Fixed-Mobile Convergence

21.03.2006
Der Softwareriese setzt dabei auf die Technik des kleinen US-Anbieters Calypso Wireless.

Das Thema "Fixed-Mobile Convergence" wird in der ITK-Branche bereits seit längerem diskutiert. Der große Durchbruch gelang bislang aber nicht. Unter anderem deshalb, weil Referenzprojekte fehlten, in denen die Technologie ihr Potenzial in der Praxis unter Beweis stellte.

Dies könnte sich jetzt ändern, wenn sich Branchengerüchte bewahrheiten und Microsoft die Verschmelzung von Festnetz und Mobilfunk auf seinem Campus in Redmond testet. Dabei verwendet Microsoft Produkte des kleinen Anbieters Calypso Wireless aus Florida. Bei Calypso wollte man diese Gerüchte weder bestätigten noch dementieren und teilte lediglich mit, dass eine große Software-Company aus Redmond das Potenzial der Technik in einem Pilotversuch unter die Lupe nehme.

Zentraler Bestandteil der Calypso-Technik ist das "Automatic Switching of Network Access Points" (ASNAP). Dieses Server- und Client-Paket ist für das unterberechungsfreie Roaming zwischen Mobilfunknetzen und WLANs zuständig. Auf diese Weise soll ein Anwender mit PDA oder Smartphone automatisch in einem WLAN-Hotspot günstiger per VoIP over WLAN telefonieren und nur noch unterwegs die teureren Mobilfunkverbindungen nutzen. Laut Calypso eröffnet sich Unternehmen damit ein enormes Sparpotenzial, denn die populären Handys würden immer häufiger auch auf dem Unternehmensgelände aus Bequemlichkeit zum Telefonieren genutzt und treiben so die Kommunikationskosten unnötig in die Höhe.

Allerdings ist der hierzulande eher unbekannte Newcomer aus Florida nicht das einzige Unternehmen, das sich in Sachen Fixed-Mobile Convergence engagiert. Unter den Schlagwörtern IMS und UMA arbeiten auch ITK-Schwergewichte wie Lucent, Nortel oder Nokia an entsprechenden Lösungen. Jedoch streben diese einen engeren Schulterschluss mit den Carriern an als Calypso. (hi)