Arbeiten im Netz

Microsoft schaltet Office Live Workspace frei

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Das Online-Angebot Office Live Workspace richtet sich an Nutzer der Microsoft-Office-Software. Sie können Dateien unterschiedlicher Formate im Netz speichern, in Arbeitsräumen organisieren und mit anderen Anwendern teilen. Nun ist der kostenlose Dienst auch in der deutschen Fassung erhältlich.

Etwa 1000 Office-Dateien können Anwender des kostenlosen Dienstes Office Live Workspace hochladen. Zudem lassen sich Dateien in anderen Formaten dort speichern. Über ein Office-Add-in haben die Nutzer Zugriff auf den Online-Bereich. Sie benötigen hierzu eine Registrierung. Zum manuellen Hinzufügen von Inhalten vom PC in den Workplace steht ein Active X Control bereit.

Betrachten und kommentieren lassen sich Inhalte mit den Web-Browser. Laut Hersteller steht der volle Funktionsumfang jedoch nur dann zur Verfügung, wenn der PC-Nutzer das Add-in für Office installiert.

Um Dateien zu organisieren und mit anderen Nutzern zusammenzuarbeiten legt der Live-Anwender Arbeitsbereiche an. Hierbei kann er auf Schablonen zurückgreifen, etwa für Projekte, die Jobsuche oder die Organisation einer Reise.

Schablonen sollen es dem Nutzer von Office Live Workspace erleichtern, eigene Arbeitsbereiche einzurichten.
Schablonen sollen es dem Nutzer von Office Live Workspace erleichtern, eigene Arbeitsbereiche einzurichten.

Auch das Angebot "Office Live Small Business" gibt es nun in einer deutschen Fassung. Es soll kleinen Firmen dabei helfen, auf einfache Weise eine Internet-Präsenz und E-Mail-Konten einzurichten sowie Geschäftskontakte zu verwalten sowie E-Mail-Werbekampagnen zu steuern.

Unter "Live" hat Microsoft seine Aktivitäten für Online-Services zusammengefasst. Zum Teil sind diese werbefinanziert und für den Endbenutzer kostenfrei, für andere Angebote verlangt der Hersteller eine Gebühr. Microsoft will sich so neben dem klassischen Softwaregeschäft ein weiteres Standbein schaffen. Auch die gescheiterte Übernahme von Yahoo sollte dazu beitragen.

Web-Dienste von Google und Adobe

Microsoft steht in Sachen Online-Services in Wettbewerb mit Google. Der Suchmaschinenspezialist offeriert seit einiger Zeit Web-gestützte Office-Programme mit Teamfunktionen sowie Speicherplatz an. In das Geschäft eingestiegen ist ferner Adobe. Der Softwareanbieter bietet beispielsweise mit "Buzzword" eine Online-Applikation, mit der Internet-Nutzer gemeinsam an Dokumenten arbeiten und diese veröffentlichen können. Ferner vermarktet Adobe Web-Konferenzdienste. Unlängst hatte der Softwarekonzern das Web-Konferenz- und E-Learning-Produkt Acrobat Connect Pro vorgestellt.

Daneben gibt es eine ganze Reihe weiterer Web-Applikationen, die PC-Software ersetzen können.