Neues von der E3

Microsoft macht 360-Spiele auf Xbox One nutzbar

16.06.2015
Virtuelle Realität steht vor dem Einzug ins Spiele-Geschäft. Microsoft demonstriert auf der Branchenmesse E3 den Einsatz seiner 3D-Brille HoloLens, auch Sony bereitet sich vor. Der japanische Konzern nimmt zudem den amerikanischen TV-Markt ins Visier.
Microsoft-Pressekonferenz auf der E3 2015
Microsoft-Pressekonferenz auf der E3 2015
Foto: Microsoft

Auf Microsofts aktueller Spielekonsole Xbox One sind künftig auch Titel des Vorgängermodells Xbox 360 nutzbar. Zunächst soll das zu Weihnachten mit rund 100 Spielen gehen, weitere sollen folgen, wie Microsoft auf der Spielemesse E3 in Los Angeles ankündigte. Spiele der Xbox 360 waren ursprünglich nicht mit der vor rund eineinhalb Jahren gestarteten neuen Konsole kompatibel, was bei Nutzern auf Kritik stieß. Außerdem kommt für die Xbox One ein neuer drahtloser Controller.

Microsoft demonstrierte zudem am späten Montag eine Version des Spiels "Minecraft", die sich mit der Datenbrille HoloLens erleben lässt. HoloLens kann dreidimensionale Objekte anzeigen und sie mit der echten Umgebung interagieren lassen. Microsoft hatte das Online-Spiel "Minecraft", bei dem man virtuelle Welten aus Blöcken erstellen kann, im vergangenen Jahr gekauft.

Bei der Präsentation entstand vor den Augen des Spielers eine komplette "Minecraft"-Welt auf einem leeren Tisch. Man kann das Spiel mit Sprachkommandos und Handgesten steuern.

Dabei wird sich Microsoft bei virtueller Realität in Spielen nicht nur auf HoloLens beschränken. Auch die "Oculus"-Brille von Facebook soll mit der Xbox funktionieren, ebenso wie das geplante Gerät von HTC und Valve.

Sony bringt für seine Playstation ebenfalls eine 3D-Brille namens "Morpheus" heraus, mit der man in virtuelle Welten eintauchen kann. Auf der E3 beschränkte sich der japanische Konzern allerdings darauf, einige Spiele für sie vorzustellen. Einen größeren Akzent setzte Sony auf den TV-Service "Playstation Vue". Hier wollen die Japaner eine Revolution auf dem amerikanischen TV-Markt anstoßen: Die Möglichkeit, für einzelne Fernsehkanäle statt nur für Bündel zahlen zu können. Am Anfang werden auf diese Weise allerdings nur drei Kanäle zu buchen sein - und das auch nur in ausgewählten US-Städten. (dpa/tc)