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Microsoft beteiligt sich an britischem Handy-Hersteller

23.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat für zirka zehn Millionen Dollar einen rund zehnprozentigen Anteil an dem britischen Handy-Hersteller Sendo erworben. Die Gates-Company erhielt zudem die Option, ihren Anteil auf 20 Prozent aufzustocken. Mit diesem Deal weitet Microsoft die bereits bestehende Partnerschaft mit Sendo aus. Das 1999 gegründete Unternehmen hat ein Mobiltelefon mit Microsofts Handset-OS "Stinger" in Produktion, das Ende 2001 auf den Markt kommen soll.

Beide Unternehmen wollen künftig weitere Produkte zusammen entwickeln. Hauptgrund für die Beteiligung an Sendo war Microsofts Bemühen, Stinger schneller in den Handel zu bekommen. Keiner der Handy-Giganten Nokia, Motorola und Ericsson, die zirka 70 Prozent des Handset-Markts unter sich aufteilen, haben bislang einen Vertrag mit Microsoft unterzeichnet. Die im Symbian-Konsortium organisierten Unternehmen setzen das von Psion entwickelte Betriebssystem "Epoc" ein, das mit Stinger konkurriert.