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Metro kann Eier bis zum Futtermittelerzeuger zurückverfolgen

22.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Metro Group erstellt zusammen mit dem European Egg Consortium (EEC) ein zentrales System für die Rückverfolgbarkeit von Eiern. Damit soll die Transparenz über alle Stufen der Lieferkette vom Futtermittelhersteller über die Legebetriebe und Einzelhandel bis hin zum Verbraucher erhöht werden. Der weltweit drittgrößte Handelskonzern nutzt dafür die Lösung "Online Service-Food Safety" (OS-FS) von T-Systems. Laut Gerd Wolfram, Geschäftsführer der MGI Metro Group Information Technology, wird der Konzern das System auch für andere Lebensmittel implementieren.

Im Krisenfall lassen sich Waren zurückverfolgen und diese Informationen für ein effektives Rückruf-Management einsetzen. Die Lösung genügt der EU-Verordnung 178/2002, in der die Europäische Kommission seit Januar dieses Jahres die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Futter- und Lebensmitteln sowie ihrer Zutaten fordert. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Initiativen, die sich auf die Lieferkette der Lebensmittelindustrie auswirken. Dazu zählt die EU-Verordnung 1830/2003, die die Rückverfolgbarkeit von gentechnisch veränderten Organismen vorschreibt. Hinzu kommen unter anderem das deutsche Produkthaftungs- sowie das Verbraucherinformationsgesetz.

Schon vor Einsatz des neuen Systems kontrollierte das EEC rund 25 Millionen Eier im Jahr. Laut Caspar von der Crone, Geschäftsführer des EEC, lassen sich mit OS-FS jetzt alle Stufen lückenlos und schnell überprüfen: "Natürlich fällt uns auch sofort auf, wenn ein Betrieb nur 500 Hühner hat, aber 1000 Eier liefert, oder versucht, Eier umzudeklarieren." Das Verfahren setzt auf Selbstkontrolle, regelmäßige Kontrollen der Prüfinstitute und Verbände sowie auf automatische Plausibilitätsprüfungen. Verbraucher können sich über die Website www.was-steht-auf-dem-ei.de über die Herkunft der von ihnen gekauften Eier informieren. (rg)