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Merill Lynch setzt Microsoft-Bewertung herab

09.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der einflussreiche Merill-Lynch-Analyst Henry Blodget hat die Bewertung der Investment-Bank für Microsoft auf "accumulate" herabgestuft. Der zuvor für die Gates-Company zuständige Kollege hatte das Papier mit "long-term buy" bewertet. In einer längeren Research Note begründete Blodget seine Einschätzung. Er gehe davon aus, so der Experte, dass Unternehmen, die die letzte technische Revolution - die des PC - dominiert hätten, ihren Erfolg nicht auch ins Internet-Zeitalter retten könnten. Blodget schätzt, dass Microsoft gegenwärtig 95 Prozent seiner Einnahmen mit Desktop-Betriebssystemen und Office erwirtschaftet. Diese Produkte würden in den kommenden Jahren mit fünf bis sieben Prozent alles andere als explosiv wachsen. "Microsofts Abhängigkeit vom PC ist weidlich bekannt", schreibt der Merill-Lynch-Mann, "aber sie wird zumeist unterschätzt."