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Mensch und Maschine nach drei Quartalen im Plan

15.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit Umsatzerlösen in Höhe von 97,2 Millionen Euro (Vorjahr: 95,8 Millionen Euro, plus 2 Prozent) und einem ausgeglichenen Betriebsergebnis EBIT vor Restrukturierung liegt die Mensch und Maschine Software AG (MuM) nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2004 im Rahmen der für das Gesamtjahr gesetzten Mindestmarken: 140 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr: 131 Millionen Euro, plus 7 Prozent) sowie 3,0 Millionen Euro Betriebsergebnis EBIT vor Restrukturierung. Umsatz und Rohertrag im dritten Quartal waren zwar aufgrund von Projektverschiebungen ins vierte Quartal etwas schwächer als prognostiziert, was jedoch bei den Betriebskosten voll kompensiert wurde: Diese lagen infolge der von 397 auf 353 Personen zurückgegangenen Mitarbeiterzahl sowie reduzierter Sachkosten ebenfalls entsprechend niedriger.

Die Rohertrags-Verteilung des CAD-Spezialisten verlief wie erwartet stabil im Rahmen des Drei-Säulen-Geschäftsmodells: Die strategisch wichtigen Säulen "MuM-Technologie" und "PTC" haben ihre Anteile gegenüber 2003 ausgebaut und trugen in den ersten 9 Monaten 52 Prozent beziehungsweise 13 Prozent bei, während sich der früher dominante Autodesk-Bereich mit 35 Prozent Anteil offenbar in seiner Zielzone befindet.

Die Restrukturierung des Konzerns mit einer Reduzierung der Mitarbeiterzahl um fast 30 Prozent seit April 2002 zeigt nun ihre Wirkung in einem deutlich gesenkten Kostensockel. Dies soll die Rückkehr zu alter Ertragsstärke erleichtern: Für 2005 rechnet der MuM-Vorstand bereits mit einer EBIT-Rendite von etwa 5 Prozent. Dann werden auch keine Restrukturierungsaufwendungen mehr entstehen, die 2004 noch mit etwa 1,5 Millionen Euro zu Buche schlagen dürften. Das Nettoergebnis zum 30. September 2004 verbesserte sich auf einen Verlust von 2,0 Millionen Euro (Vorjahr: minus 2,5 Millionen Euro).

Die Bilanzsumme ist zum 30. September 2004 auf 71,8 Millionen Euro abgeschmolzen. So konnte in den ersten neun Monaten trotz des Nettoverlusts ein positiver operativer Cashflow in Höhe von 1,4 Millionen Euro erzielt werden, der aufgrund der zurückhaltenden Investitionspolitik zu einer Reduzierung der Nettoverschuldung führte.

"Die Neunmonatszahlen bilden eine solide Grundlage zur Erreichung der Jahresziele", sagt Adi Drotleff, MuM-Vorstandsvorsitzender und Hauptaktionär. "Der hierzu erforderliche Mindestumsatz von 42,8 Millionen Euro im vierten Quartal entspricht 30,6 Prozent vom Jahresziel und erscheint damit im Rahmen der normalen saisonalen Gegebenheiten erreichbar." Die für 2005 angepeilten Mindestmarken von 150 Millionen Euro beim Umsatz, 7 Millionen Euro beim EBIT sowie 3 bis 4 Millionen Euro beim Nettoergebnis bedeuten dann eine Rückkehr in Richtung der alten Ertragsstärke des Unternehmens. (ue)