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Medion: Verbessertes Ergebnis trotz Umsatzrückgang

09.08.2007
Von pte pte
Trotz deutlicher Umsatzrückgänge verbesserte das deutsche Technologieunternehmen Medion AG sein Halbjahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz lag mit 718 Mio. Euro um rund 112 Mio. Euro unter den Zahlen des Vergleichszeitraums 2006. Eine Bereinigung des Portfolios und der anhaltende Preisverfall in der Branche hätten den Rückgang verursacht, kommentiert das Unternehmen. Das straffere Kostenmanagement führte im ersten Halbjahr 2007 dennoch zu einer Steigerung des Vorsteuerergebnisses von 3,6 Mio. Euro im Jahr 2006 auf rund acht Mio. Euro. Der operative Gewinn (EBIT) kletterte von 4,7 Mio. Euro im Vorjahr um 57,5 Prozent auf 7,4 Mio. Euro.

In jüngerer Vergangenheit konzentriert sich Medion, bekannt als Technologie-Hauslieferant der Handelskette Aldi beziehungsweise Hofer, vermehrt auf das Kerngeschäft des Unternehmens und nimmt dafür freiwillig Umsatzrückgänge in Kauf. Dadurch konnte die Rohertragsmarge der vergangenen sechs Monate von 9,5 Prozent auf elf Prozent gesteigert werden. "Das erste Halbjahr zeigt, dass die Portfoliobereinigung bei Medion erfolgreich ist und wir uns auf einem guten Weg befinden", so Medion-Finanzvorstand Christian Eigen.

Die Verbesserung der Rohertragsmarge des ersten Halbjahres zeige, dass der klare Schnitt dem Unternehmen gut getan hätte, kommentiert Eigen. Die Umsatzrückgänge seien eingeplant gewesen und geringer als erwartet ausgefallen. Gegenüber pressetext war Medion zu keiner weiteren Stellungnahme bereit - das gute Halbjahresergebnis sei aussagekräftig genug.

Für die zweite Jahreshälfte erwartet Medion eine Stabilisierung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr. Im dritten Quartal sollen die Zahlen des Vorjahres sogar um 10 Prozent übertreffen. Das vierte Quartal würde wie in der Vergangenheit das umsatzstärkste Quartal werden. Für das gesamte Jahr rechnet Medion mit einem Umsatz zwischen 1,4 und 1,6 Mrd. Euro. Das bedeutet eine Steigerung der Prognosen zu Jahresbeginn als von Größenordnungen zwischen 1,3 und 1,5 Mrd. Euro gesprochen wurde. (pte)