Sicherheit, Hochverfügbarkeit und Skalierbarkeit

MariaDB MaxScale 2.0 kommt mit neuen Sicherheitsfeatures und Daten-Streaming

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Die MariaDB Corporation erweitert sein Open-Source-Datenbank-Gateway MariaDB MaxScale in der Version 2.0 um zahlreiche neue Sicherheitsfunktionen sowie Daten-Streaming in Echtzeit mittels Kafka. Die Erweiterung der Open-Source-Datenbanklösung MariaDB ist ab sofort verfügbar.

Die Open-Source Datenbank MariaDB ist eine alternative Datenbank zu MySQL. Diese Datenbanken waren in den Anfängen kompatibel zueinander. Doch mit MariaDB in der Version 10 haben die Entwickler den Code extrem überarbeitet und erweitert, so dass es sich mittlerweile zu einer weitgehend eigenständige Datenbank mit hoher Skalierbarkeit und NoSQL-Fähigkeit entwickelt hat. Laut Carlo Velten, Analyst bei Crisp Research, zählt MariaDB derzeit zu den technisch innovativsten Datenbank-Projekten.

Als Bindeglied zwischen der Datenbank und den angeschlossenen Clients fungiert MariaDB MaxScale. Dabei handelt es sich um ein Anwendung-zu-Datenbank-Gateway, dass besonders die Verfügbarkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit der Datenbank verbessern soll. Der Clou an dieser Lösung ist, dass die Anwendungen nicht speziell an die Datenbankinfrastruktur angepasst werden müssen.

Maria DB MaxScale Architektur im Detail.
Maria DB MaxScale Architektur im Detail.
Foto: MariaDB Corporation

Technisch betrachtet handelt es sich bei MariaDB MaxScale um eine multi-threaded Engine, die auf Ereignisse reagiert. Dabei können zur Laufzeit für bestimmte Funktionen Plugins geladen werden. So verfügt MaxScale 2.0 zum Beispiel speziell optimierte Plugins, um die Verfügbarkeit und Skalierung eines Datenbank-Clusters zu steuern. Fallen etwa durch Wartung einzelne Systeme aus, entkoppelt MaxScale diese vom Gesamtsystem, so dass die Gesamtverfügbarkeit jederzeit gewährleistet werden kann.

Die neue MaxScale-Version 2.0 wartet mit folgenden Verbesserungen auf: In puncto Hochverfügbarkeit bietet MaxScale jetzt eine Funktion, die garantiert, dass bei einem Knotenausfall die weitere Nutzbarkeit des Systems nicht negativ beeinflusst wird.

Mehr Sicherheit bietet MaxScale 2.0 mit End-to-End-verschlüsselte SSL-Verbindungen. Unerlaubte Datenzugriffe sind damit nahezu unmöglich. Des Weiteren verhindern die neuen Sicherheitsfeatures Zugriffe und Manipulationen an der Konfiguration. Durch eine Begrenzung der Anzahl von Verbindungen lassen sich zudem DDoS-Angriffe verhindern.

Zu den neuen Besonderheiten von MaxScale 2.0 zählt auch das Daten-Streaming. Mit der CDC-Technologie (Change Data Capture) erfasst das System alle Änderungen an transaktionalen Daten und streamt diese an die erforderlichen Stellen. So lässt sich zum Beispiel ein einfacher Zugriff auf die Daten für Big-Data-Lösungen realisieren etwa für Hadoop über Messaging-Systeme wie Kafka. Das ermöglicht den Einsatz von Technologien wie Echtzeit-Analyse oder maschinelles Lernen.

MariaDB MaxScale 2.0 steht ab sofort auf der MariaDB-Corporation-Web-Seite zum Download parat. (hal)