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"Re/code"

Manche YouTube-Videos gibt es bald nur noch für zahlende Abonnenten

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Googles Videotochter YouTube wird bald Clips anbieten, die nur zahlende Kunden sehen können.

Das berichtet das Tech-Blog "Re/code" unter Berufung auf Branchen-Insider. YouTube wird verschiedene Inhalte demnach nur für Mitglieder seiner kommenden Abonnement-Dienste zugänglich machen. Einige dieser Inhalte, die YouTube auch finanziell unterstützt, will das Unternehmen demnach am kommenden Mittwoch in Los Angeles vorstellen.

Susan Wojcicki, CEO von Googles Video-Tochter YouTube
Susan Wojcicki, CEO von Googles Video-Tochter YouTube
Foto: Google

Das Förderprogramm "für einige unserer Top-Schöpfer" hatte YouTube im vergangenen Jahr angekündigt. Dass es die dabei unterstützten Inhalte hinter einer Bezahlschranke packen wolle, sagte die Google-Tochter seinerzeit noch nicht. Nun sieht es aber danach aus, als ob zumindest einige der finanzierten Clips als Bonus für YouTube-Abonnenten dienen sollen. Daneben soll das Abo unter anderem werbefreie Nutzung beinhalten.

Die bisherige, werbeunterstützte Version der YouTube-Website wird es weiterhin geben. Sämtliche Clips dort sollen auch in der Abo-Variante verfügbar sein (deswegen besteht YouTube auch darauf, dass alle Publisher, die mit YouTube-Anzeigen Geld verdienen, auch bei dem Abo-Service mitmachen).

Wann die Bezahlinhalte verfügbar sein werden, ist laut "Re/code" noch unklar. Einige Quellen sagen demnach, dass diese Videos zum Teil noch nicht im Kasten sind und nicht vor 2016 erscheinen werden. Das YouTube-Abo soll dem Vernehmen nach Ende dieses Monats starten, könnte sich aber auch noch bis ins kommende Jahr verzögern.

Anders als in der Vergangenheit setze YouTube für seine exklusiven Inhalte nicht mehr auf Promis wie Jay-z oder Ashton Kutcher, sondern primär auf seine "endemischen" Stars. Die Ankündigung des Förderprogramms im vergangenen Jahr war auch dahingehend gedeutet worden, dass YouTube damit seine erfolgreichen Eigengewächse bei der eigenen Stange halten und von der Abwanderung zu anderen Plattformen wie Facebook oder Vessel (des früheren Hulu-Chefs Jason Kilar) abhalten wolle.