Hacker-Schulterschluss

Lulz Security und Anonymous tun sich zusammen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Die zuletzt hyperaktive Hacker-Gruppe Lulz Security verbündet sich mit dem losen Online-Kollektiv Anonymous, das seinereits gerade die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA aufs Korn nimmt.
Die LulzSec-Ankündigung auf Twitter
Die LulzSec-Ankündigung auf Twitter

LulzSec und Anonymous haben einer Meldung von "The Next Web" zufolge die "Operation Anti-Security" ausgerufen. Erklärte Absicht ist es, "jegliche geheime Regierungsinformation inklusive E-Mail-Spools und Dokumentation zu stehlen und zu veröffentlichen"; als primäre Ziele werden ferner "Banken und andere hochrangige Establishments" genannt. Regierungen oder Behörden, die das verhindern wollen, wird mit Cyber-Angriffen gedroht.

Anonymous hat gerade erst die "Operation GEMA" gestartet. Damit wollen die Online-Aktivisten eine Einigung der deutschen Musik-Verwertungsgesellschaft mit dem Videoportal YouTube erzwingen. Die Webseite der GEMA war heute immer wieder über längere Zeitspannen hinweg nicht erreichbar; das könnte an einer typischen DDoS-Attacke auf die Server liegen. Dass die Aktion von Anonymous die Meinungsverschiedenheit zwischen dem bislang wenig webaffinen Rechteverwerter und der Google-Tochter beilegt, darf allerdings bezweifelt werden.