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LinuxWorld: Ximian möchte auch Geld verdienen

28.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die aus dem Gnome-Projekt erwachsene Linux-Company Ximian hat auf der LinuxWorld Conference & Expo in San Franzisko ihre ersten Produkte vorgestellt, für die Anwender auch bezahlen müssen.

Da wäre zum einen der automatische Update-Service "Red Carpet". Dieser funktioniert mit verschiedenen Linux-Distributionen (Red Hat, Suse, Turbolinux), aber auch kommerziellen Unix-Derivaten wie HP-UX. Zahlende Kunden erhalten Highspeed-Zugriff auf Ximians Server, auf denen Anwendungssoftware und Updates zum Herunterladen bereit liegen. Die Endkundenversion "Red Carpet Express" kostet knapp zehn Dollar pro Monat. Firmenkunden zahlen für das deutlich leistungsfähigere "Red Carpet Corporate Connect" mit System-Management-Features auch für unternehmenseigene Anwendungen 150 Dollar pro CPU und Jahr plus 2500 Dollar Einrichtungspauschale. Beide Dienste sollen ab Oktober dieses Jahres verfügbar sein.

Zum anderen hat Ximian die Gnome-Oberfläche mit verschiedenen Anwendungen zum "Ximian Desktop" verschnürt. Die "Standard Edition" kostet knapp 30 Dollar und enthält unter anderem den Mozilla-Browser, eine (Vorab-)Version des E-Mail-Clients "Evolution" sowie quelloffene Software für Tabellenkalkulation und Bildbearbeitung. Für 20 Dollar mehr gibt es "Star Office" dazu. Beide Pakete kann bereits auf der Ximian-Website bestellen.