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Linuxworld: OSDL vermittelt zwischen KDE und Gnome

04.04.2006
Die Open Source Development Labs (OSDL) wollen es Firmen ermöglichen, dass ein Programm für beide Benutzeroberflächen geeignet ist.

Die OSDL haben auf der Kongressmesse "Linuxworld" in Boston ein erstes Set von Tools vorgestellt, dass aus dem "Project Portland" hervorgegangen ist. Mit Hilfe dieser Software ist es Entwicklern möglich, Applikationen zu schreiben, die ohne weitere Modifikationen gleichermaßen unter den Linux-Oberflächen Gnome und KDE laufen. Das ist normalerweise kein Problem, wenn die Anwendungen sich ausschließlich auf Linux beziehen. Sobald sie sich aber Elemente der Benutzeroberflächen wie Dialogboxen oder Pull-down-Menues zu Nutze machen wollen, kann es zu Problemen führen.

Es geht der OSDL-Initiative explizit nicht um die Vereinigung von Gnome und KDE zu einer Benutzeroberfläche. Das im Dezember 2005 gestartete Portland-Projekt versucht vielmehr die Unterschiede zwischen den Umgebungen zu überbrücken. Dazu verwendet das Projekt zwei Mittel: erstens ein Set von Kommandozeilen-Tools, zweitens ein Anwendungs-Entwicklungs-Interface namens Dapi.

Die Ergebnisse des Portland-Projekts werden in die Spezifikation "Linux Standard Base" (LSB) einfließen, die dafür sorgt, dass Anwendungen nicht einzeln an die unterschiedlichen Linux-Distributionen angepasst werden müssen. Im Mai 2006 sollen in die LSB-Version 3.1 die Softwarebibliotheken Qt und Gtk von KDE beziehungsweise Gnome aufgenommen werden. Mit der für Anfang 2007 vorgesehenen Version 3.2 von Linux Standard Base soll das Ergebnis des Project Portland in die Spezifikation einfließen. (ls)