Linux mit Knopfdruck

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Multimedia-Keyboards mit zusätzlichen Tasten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Leider kann man die Tastaturhersteller, die auch Linux-Treiber dafür anbieten, problemlos an den Cursor-Tasten abzählen. Abhilfe schafft das Tool "Keytouch 2.2".

Keytouch ermöglicht es, die Tastenbelegung ohne große Fachkenntnisse zu ändern und zu erweitern. Voraussetzung ist lediglich ein Kernel der aktuellen 2.6-Serie. Das Helferlein besteht aus der eigentlichen Software und einer Konfigurationsdatei, die die Tastenzuweisung der gewünschten Tastatur enthält. Drittes und optionales Modul ist der "Keytouch-Editor". Dieser ist vor allem dann notwendig, wenn für die benutzte Tastatur noch keine Standardkonfiguration existiert.

Zunächst muss der Anwender das Tastaturmodell auswählen. Dies geschieht mit Hilfe des Moduls "Keytouch-Keyboard". Dafür sind allerdings Root-Rechte notwendig. Mit dem eigentlichen Keytouch-Programm kann der Anwender die Funktionen der Sondertasten festlegen, die Software konfigurieren und Plug-ins verwalten. Letztere dienen zum Beispiel dazu, spezielle Programme mit Keytouch zu verbinden.

Die Konfiguration der Multimedia-Tastatur erfolgt einfach und weitgehend intuitiv. Existiert für die jeweilige Tastatur bereits ein Standardprofil, braucht dieses nur mit wenigen Mausklicks angepasst zu werden. Fehlt ein solches Profil, lässt sich eines mit dem Keytouch-Editor erzeugen. Auch dessen Bedienung erschließt sich ohne große Einarbeitung. Zu- dem steht auf der Website des Projekts umfangreiches Dokumenationsmaterial bereit.

CW-Fazit

Keytouch ist fast unverzichtbar, wenn unter Linux Tastaturen mit Sondertasten eingesetzt werden sollen. Es funktioniert zuverlässig und ist leicht zu bedienen.