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Linux-Distributor Mandrakesoft ist zahlungsunfähig

16.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Pariser Linux-Distributor Mandrakesoft hat Antrag auf Gläubigerschutz nach französischem Recht gestellt. Die "declaration de cessation des paiments" entspreche dem Chapter 11 des US-amerikanischen Konkursrechts, so das Unternehmen. Dementsprechend könne das Geschäft zunächst weitergeführt werden; die neue Linux-Distribution Version 9.1 soll wie geplant im April auf den Markt kommen. Mandrakesoft teilte mit, eine Serie von Quartalsverlusten habe den Insolvenzantrag zum 13. Januar unausweichlich gemacht. Für das letzte Geschäftsjahr (Ende: September 2002) wies das Softwarehaus einen Nettoverlust von 6,1 Millionen Euro bei einem Umsatz von 4,7 Millionen Euro aus. (wh)