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LinkedIn konkretisiert seine Börsenpläne

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Das weltweit größte Netzwerk für Geschäftskontakte LinkedIn hat die Pläne für seinen bevorstehenden Börsengang konkretisiert.

Einem neuen Filing bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) zufolge wurde die Preisspanne auf 32 bis 35 Dollar festgesetzt. Seinen ersten S-1-Antrag hatte LinkedIn im Januar eingereicht und das Angebot für den IPO seinerzeit auf eine Gesamtsumme von 175 Millionen Dollar beziffert.

LinkedIn will beim IPO 7,84 Millionen Class-A-Stammaktien verkaufen, davon kommen gut drei Millionen von Bestandsaktionären. Aktuell sind rund 94,5 Millionen Anteilscheine des XING-Konkurrenten in Umlauf. Größter Anteilseigner ist Chairman und Mitbegründer Reid Hoffman, dem 21,4 Prozent von LinkedIn gehören; die beiden Venture-Capital-Firmen Sequoia Capital und Bessemer Venture Partner sind zweit- und drittgrößter Miteigentümer.

Netto soll der Börsengang knapp 147 Millionen Dollar in die LinkedIn-Kasse spülen. Das Geld soll für alle möglichen Unternehmenszwecke ausgegeben werden, auch Zukäufe sind nicht ausgeschlossen. Im nächsten Jahr werde das Geld angesichts der finanziellen Situation der Firma aber nicht benötigt, erklärte LinkedIn.

Dem Gang an die New York Stock Exchange (NYSE) mit dem Tickersymbol "LNKD" steht nun nichts mehr entgegen, auf die Reaktion der Börse darf man gespannt sein. Das Wachstum von LinkedIn kann sich jedenfalls sehen lassen - für das erste Quartal meldete die Firma ein Umsatzwachstum von 110 Prozent auf 93,9 Millionen Dollar (primär mit kostenpflichtigen Zusatzangeboten für Recruiter); der Nettogewinn stieg im Jahresvergleich von 1,81 auf 2,08 Millionen Dollar.