PC-Hersteller

Lenovo bilanziert Rekordquartal

Thomas Cloer
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Dass sich auch mit PCs trefflich Geld verdienen lässt, beweist der chinesische Hersteller Lenovo mit seinen aktuellen Quartalszahlen.
Lenovo-Chef Yuanqing Yang hat mal wieder gut lachen.
Lenovo-Chef Yuanqing Yang hat mal wieder gut lachen.
Foto: Lenovo

Das dritte Quartal (Ende: 31. Dezember 2012) des laufenden Lenovo-Geschäftsjahres war laut Unternehmensmitteilung das beste der Firmengeschichte. Den Umsatz konnte das in Hong Kong ansässige Unternehmen auf 9,4 Milliarden US-Dollar steigern, ein Plus von zwölf Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahreszeit. Dank einer Bruttomarge von 11,8 Prozent legte Lenovo unterm Strich sogar um 34 Prozent auf 205 Millionen Dollar zu; der operative Profit wuchs um 26 Prozent auf 243 Millionen Dollar. Die Barreserven des Unternehmens summierten sich zu Ende des Berichtszeitraums auf 4,2 Milliarden Dollar.

Lenovo ist allerdings längst auch mehr als ein reiner PC-Hersteller. Die erklärte Strategie des Unternehmens lautet "Protect and Attack" - das alte Kerngeschäft mit kommerziellen PCs und auf dem Heimatmarkt China schützen und gleichzeitig in Schwellenmärkten und mit weltweiten Consumer- und "PC-Plus"-Produkten angreifen. Die "Attack"-Aktivitäten trugen aktuell bereits 50 Prozent zum Umsatz bei, davon entfielen elf Prozent auf MIDH (Mobile Internet and Digital Home = Smartphones, Tablets und Smart-TVs).

Nach Daten von IDC konnte Lenovo seine ausgelieferten PC-Stückzahlen im Laufe des Quartals um 7,9 Prozent steigern (der Gesamtmarkt ging gleichzeitig deutlich zurück), kam auf 15,9 Prozent Market Share und wuchs im 15. Quartal in Folge schneller als die Branche.

In der Region EMEA (Euroa, Nahost und Afrika), wo sich Lenovo unter anderem durch die Übernahme des Aldi-Lieferanten Medion verstärkt hatte, lieferte Lenovo sogar 25,5 Prozent mehr PCs aus und wurde mit elf Prozent Marktanteil (plus 3,2 Prozent) erstmals zweitgrößter Anbieter. Insgesamt war der PC-Markt in EMEA um elf Prozent rückläufig. Vom Lenovo-Quartalsumsatz entfielen 2,3 Milliarden Dollar (plus 17 Prozent) oder 25 Prozent auf die Region.

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