ERP-Softwareanbieter

Lawson geht an Golden Gate und Infor

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Die Konsolidierung im Softwaremarkt geht weiter: Der US-amerikanische ERP-Softwarehersteller Lawson lässt sich für rund zwei Milliarden Dollar von GGC Software Holdings übernehmen.

Hinter GGC stecken Golden Gate Capital und Infor. Sie bieten den Lawson-Aktionären 11,25 Dollar pro Aktie in bar. Der Lawson-Verwaltungsrat befürwortet den Verkauf einstimmig und hat bereits rund neun Prozent der Lawson-Anteile zugesagt.

Die Übernahmeabsicht von Golden Gate und Infor war Anfang März publik geworden. Lawson hatte seither verschiedene andere Optionen geprüft, aber nach eigenen Angaben kein höheres Angebot erhalten und bewertet die GGC-Offerte nun doch als im besten Sinne seiner Aktionäre.

Das Angebot bedeutet ein Aufgeld von rund 14 Prozent auf den letzten Lawson-Schlusskurs vor Bekanntwerden der Übernahmeabsichten und sogar ein 35-prozentiges Premium auf den durchschnittlichen Aktienkurs der 52 Wochen vor diesem Stichtag (7. März 2011).

Der Infor-Dealmaker Charles "Chuck" Phillips bezeichnete die Lawson-Produkte als sinnvolle Ergänzung zum Infor-Portfolio vor allem in den Bereichen Gesundheitswesen, Öffentliche Hände, Fertigungsindustrie und Personalwesen. Welche Lawson-Produkte die Integration überleben, bleibt aber natürlich abzuwarten.