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Lars Windhorst: Vom Vorzeigeunternehmer zum Serienpleitier

01.09.2004

Das einstige Wirtschaftswunderkind Lars Windhorst konnte bereits in den 90er Jahren als noch Minderjähriger mit zahlreichen Superlativen aufwarten. Aber auch mit inzwischen 27 Jahren ist der Günstling des Ex-Bundeskanzlers Helmut Kohl noch für Überraschungen gut: Presseberichten zufolge setzte der Vorzeigeunternehmer nun drei seiner verbliebenen Firmen gleichzeitig in den Sand.

Bei den drei insolventen Firmen handele es sich um die Berliner Windhorst AG, die Windhorst Electronics GmbH und die Windhorst Capital Holding GmbH, schreibt das "Westfalen-Blatt" unter Berufung auf einen Berliner Gerichtssprecher. Die Bankkonten der AG seien beschlagnahmt, die geschäftlichen Aktivitäten unter Überwachung gestellt, gegen Windhorst selbst werde schon seit längerem wegen des Verdachts des Millionenbetrugs ermittelt.

Lars Windhorst hatte Anfang der neunziger Jahre als minderjähriger Senkrechtstarter in der deutschen IT-Wirtschaft Schlagzeilen gemacht: Sein Unternehmen für Computerzubehör aus Fernost boomte, er eröffnete weitere Niederlassungen in Hongkong und London. In den vergangenen Jahren zerfiel das Windhorst-Imperium. Ende Mai 2003 legte Windhorst als Privatmann einen Offenbarungseid ab, er soll mehr als 60 Millionen Schulden angehäuft haben. (mb)