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Larry Ellison steht wieder auf der Oracle-Gehaltsliste

09.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach drei Jahren Gehaltsverzicht wird Oracle-Chef Larry Ellison im laufenden Geschäftsjahr 2003/2004 erstmals wieder regulär entlohnt: Wie der kalifornische Datenbankspezialist der US-Börsenaufsicht SEC mitteilte, erhielt der Topmanager zu Beginn des zweiten Fiskalquartals am 1. September bereits einen Teil seines Jahresgehalt von insgesamt 900.000 Dollar ausgezahlt. Daneben hat der Firmenchef nun auch Anspruch auf eine Bonuszahlung. Deren genaue Höhe steht allerdings noch nicht fest, außerdem muss der Plan noch von den Oracle-Aktionäre gebilligt werden.

Ellison hatte wegen der schwachen IT-Nachfrage mit Beginn des Geschäftsjahres 2000/2001 auf Gehalt und Boni verzichtet. Ein Ende der Lohnabstinenz hatte sich aber bereits Ende Juli angedeutet. Damals wurde bekannt, dass der Firmenchef für das Ende Mai abgelaufene Fiskaljahr erstmals wieder mit 900.000 Aktienoptionen entschädigt worden war (Computerwoche online berichtete).

Trotz fehlender Bezüge nagte der Oracle-Frontmann in den vergangenen drei Jahren nicht am Hungertuch: Laut aktueller Mitteilung verkaufte Ellison im vergangenen Geschäftsjahr etwa vier Millionen Aktien und erlöste damit zirka 40,5 Millionen Dollar. Aktuell hält der CEO fast 1,4 Milliarden Oracle-Anteile, das entspricht einer 26,4-prozentigen Beteiligung oder 18,9 Milliarden Dollar. (mb)