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L&H-Gründer bleiben in Untersuchungshaft

25.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die seit April inhaftierten Gründer der belgischen Softwareschmiede Lernout & Hauspie (L&H), Jo Lernout und Pol Hauspie, sowie das ehemalige Verwaltungsratsmitglied Nico Willaert dürfen das Gefängnis vorerst nicht verlassen. Wie ein belgischer Richter am vergangenen Freitag entschied, müssen die drei Verdächtigen bis zur Hauptverhandlung in Untersuchungshaft verbleiben, da sonst die fortlaufenden Nachforschungen der Staatsanwaltschaft gefährdet seien. Den Ex-L&H-Führungskräften wird Betrug und Kursmanipulation vorgeworfen.

Am vergangenen Mittwoch hatten die USA zudem den ehemaligen L&H-Unternehmenschef Gaston Bastiaens an die belgischen Behörden ausgeliefert. Unter seiner Leitung war der belgische Spracherkennungsspezialist L&H im vergangenen Jahr in einen tiefgreifenden Bilanzskandal verwickelt worden. Sein Amt als L&H-Chef hatte Bastiaens im August vergangenen Jahres niedergelegt. Ende 2000 beantragte der Konzern Gläubigerschutz in den USA und Belgien.