Vom Anschreiben bis zum Outfit

Kurztipps für Bewerber

09.03.2009
Von Dagmar Schimansky-Geier und
Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Seit wieder mehr Bewerber um offene Stellen konkurrieren, genügen schon formale Fehler, um eine Absage zu bekommen. Auf der CeBIT gaben Personaler Tipps zur Bewerbung und zum richtigen Verhalten im Vorstellungsgespräch.

Anschreiben

Das Anschreiben, das zu jeder schriftlichen Bewerbung gehört, sollte kurz und prägnant sein. Darin sollte der Kandidat nicht einfach seinen Lebenslauf wiederkauen, sondern explizit auf die ausgeschriebene Stelle und das Unternehmen eingehen. "Postwurf"- Anschreiben, falsche Anreden und zu lange Texte bitte vermeiden. Beispiele für Stilblüten im Anschreiben finden Sie hier.

Lebenslauf

Der Lebenslauf ist das Herzstück jeder Bewerbung, er sollte übersichtlich, vollständig, nachvollziehbar und wahr sein. Wichtige Informationen und letzte Berufsstationen zuoberst angeben, nicht mit der Grundschule anfangen! Für ausführlichere Fachinformationen sollten Sie separate Projektübersicht beifügen beziehungsweise eine dritte Seite beifügen. Eine unübersichtliche Darstellung (gegebenenfalls um Lücken zu verschleiern) kommt nicht gut an.

Lesen Sie auch dazu: Sieben Wahrheiten zum Thema Lebenslauf

Foto

Das Foto sollte aktuell und von einem professionellen Fotografen gemacht sein. Selbstgeschossene Fotos, etwa mit Palmen im Hintergrund, kommen nicht gut an. Auch wenn man aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes darauf verzichten könnten, der Bewerbung ein Foto beizufügen, legen die meisten Personaler doch Wert darauf.

Telefoninterview

Immer mehr Unternehmen sprechen mit den Kandidaten erst eine halbe Stunde am Telefon, um sie näher kennen zu lernen. Erst nach diesem, oft angekündigten Telefoninterview fällt die Entscheidung, ob der Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

Das Telefoninterview dient dem Erhalten des ersten Eindrucks und ersten "Aussiebens" von Seiten des Unternehmens. Bewerber sollten sich voll darauf konzentrieren. Es ist formeller und konzentrierter als ein persönliches Gespräch. Es gibt die Chance herauszufinden, ob der Funke überspringt.

Ein Telefoninterview sollte man nicht während des Autofahrens oder im Zug führen. Essen und Kaugummikauen kommen genauso schlecht an wie Floskeln und Dialekt.

Lesen Sie dazu auch: Todsünden beim Telefoninterview

Vorstellungsgespräch

Wer es bis ins Vorstellungsgespräch geschafft hat, sollte das Gespräch ernst nehmen und sich nicht von lockerer und informeller Atmosphäre täuschen lassen.

Überlegen Sie vorher, was das Unternehmen über Sie wissen soll und sagen Sie dieses, auch wenn Sie nicht explizit danach gefragt werden (Sie fragen nicht - ich antworte trotzdem).

Nutzen Sie das Gespräch, um Fragen zu stellen:

  • Was genau erwarten Sie von mir?

  • Was werden meine konkreten Aufgaben sein?

  • Wie werden meine ersten drei Monate bei Ihnen aussehen?

  • Mit welchen Kollegen werde ich zusammenarbeiten? (Kann ich diese vorher kennenlernen?)

  • Was gefällt Ihnen persönlich an Ihrem Unternehmen am besten?

Das sollten Sie im Vorstellungsgespräch vermeiden:

  • ausschweifend und ungenau antworten

  • Gesprächspartner nicht ausreden lassen

  • gleich im ersten Gespräch zu viel Wert auf Gehalt und Rahmenbedingungen legen.

  • einen Gehaltswunsch mit persönlichen Belastungen begründen.

  • schlecht über gegenwärtige und frühere Arbeitgeber reden.

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Outfit

Goldene Regel: Im Zweifelsfall besser zu gut angezogen sein

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